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Der Entourage-Effekt

Gepostet von Alexis 09.02.2018 0 Kommentare

Der Entourage-Effekt: 

Meistens wird immer nur über den extrahierten Stoff CBD gesprochen dabei hat diese Pflanze weitaus mehr zu bieten als nur dieses eine Cannabinoid. Worauf es nämlich wirklich ankommt ist das Zusammenspiel der im Hanf enthaltenen Stoffe was als "Entourage-Effekt" bezeichnet wird. Hanf an sich besitzt meist bis zu 600 verschiedene Inhaltsstoffe darunter befinden sich verschiedenste Stoffe wie Flavonoide,Terpene,Polyphenole,Vitamine und viele viele mehr. Um kurz die Terpene näher zu erläutern: Sie sind Duftstoffe die in verschiedensten Pflanzen und Früchten enthalten sind. Sie sorgen dafür das eine Mango so fantastisch schmeckt und das Thymian so herrlich riecht, was sie aber so besonders macht ist ihre direkte Zusammenarbeit mit den Cannabinoiden und zwar mit allen.  Im Einklang mit den Cannabinoiden wirken diese Stoffe zusammen auf den Körper und entfalten ihr volles Potential im Gegensatz zu den isolierten Stoffen. Das schöne an Hanf ist es gibt viele verschiedene Sorten, das heißt jede dieser Sorten bestitzt eine andere Zusammensetzung an Stoffen und wirkt sich somit anders auf Körper aus.

 

Textausschnitt über den Entourage-Effekt von Dr. Ethan Russo

 

Es gibt nur wenig Informationen zu dem Entourage Effekt, jedoch publizierte Dr. Ethan Russo von der University of Massachusetts eine Studie von den Synergien der Phytocannabinoiden und Terpenen im Jahr 2011.
Gebrauch des Entourage Effekts, um die Wirkung von medizinischem Cannabis zu verstärken
Mehrere Experten glauben, dass der Entourage Effekt der Hauptfokus für medizinisches Cannabis in der Zukunft sein wird. Warum? Wie gesagt, die Kombination der verschiedenen Elemente in der Cannabis Pflanze sind effektiver, als nur Cannabinoide.
„Laut der Forschung von Dr. Ethan Russo, eine der Verbindungen von Cannabis, welche im Potenzial wachsen können, ist Anandamid. Diese Verbindung stimuliert die Sebocyten Produktion bei einer geringen Konzentration, welches eine sehr wichtige Rolle spielt bei vielen dermatologischen Krankheiten. Jedoch induziert Anandamid Apoptose auf einem hohen Level, was bedeutet, dass Sebocyte unter der Kontrolle des Endocannabinoid System sind. Eine geringe Dosis von CBD beeinträchtigt nicht die Synthese des Sebocyt, aber blockierten die Stimulierung von Anandamid und Arachidonat.
Kombinierter Effekt: Kombinieren von Terpenen und Cannabinoiden
Wenn Terpene kombiniert werden mit Cannabinoiden kann der letztendliche Effekt verstärkt werden. Zwei essentielle Öle beinhalten hauptsächlich Limonen und haben gezeigt, dass sie das Bakterium Propionibacterium acnes hemmen konnten, (der Schlüsselerreger welcher Akne auslöst), effektiver als Triclosan.
Gleichermaßen Linalool konnte einen komplementären anti-entzündenden Effekt aufzeigen, während Pinene als das effektivste Teil von dem Tee Baum hervorstechen konnte und die Eukalyptus Pflanze in der Verhinderung von dem Bakterium, welches für Akne verantwortlich ist.
Manche Studien fokussierten sich auch auf die Möglichkeit von Terpenen in der Bekämpfung von Methicillin-resistenten Staphylococcal Infektionen (MRSA), welche ein Bestandteil von dem Bakterium Staphylococcus aureus sind, welches resistent gegen verschiedene Antibiotika ist. Pinene konnte aufzeigen, dass es effektiv im zerstören dieser Typen von Infektionen und anderer resistenten Bakterien ist. Darüber hinaus haben Terpenen die Möglichkeit die Haut Permeabilität zu verbessern und die Zugabe von weiteren Medikamenten könnte die antibiotischen Eigenschaften verbessern.
Momentan ist bekannt, das Cannabinoide nützlich in der Behandlung von Depressionen, Angst, Insomnie, Demenz, Sucht und vielen anderen Bereichen sind. Russo ging auch auf diese Pathologien ein in seinen Forschungen und schließ daraus, dass Limonen und Linalool den positiven Effekt von THC für Patienten mit Alzheimer und Demenz haben können. Linalool mit Caryphyllen und Mycrene könnten den Effekt von mehreren Cannabinoiden verstärken bei Schlafproblemen. Zuletzt könnten Caryphyllen, Mycrene und Pinene nützlich sein bei der Unterstützung von der Behandlung von Abhängigkeiten.*
Manchmal gibt es Pathologien, die nicht mit Cannabinoiden behandelt werden können. Die Synergie zwischen verschiedenen Cannabinoiden ruft auch den Entourage Effekt hervor, was sehr sinnvoll bei der Behandlung von Krankheiten ist, bei welchen eine einzelne Komponente nicht genug ist. Mehrere Studien erklären den hauptsächlichen medizinischen Vorteil von Cannabis, wie beispielsweise den Analgetikum Effekt. Jedoch gibt es andere Studien, welche CBD unterstützen und andere Komponente von Cannabis kombiniert, welche die Vorteile verstärken können, die nachteiligen Effekte verringern und weniger Toxizität produzieren, als nur THC. Die Anwendungsbereiche von Phytocannabinoids sind sehr groß, was der Grund ist, warum es so notwendig ist die therapeutischen Anwendungsmöglichkeiten weiter zu erforschen.**

Quelle :
*Russo, E. B. (2011). Taming THC: potential cannabis synergy and phytocannabinoid‐terpenoid entourage effects. British journal of pharmacology, 163(7), 1344-1364.
**Russo, E., & Guy, G. W. (2006). A tale of two cannabinoids: the therapeutic rationale for combining tetrahydrocannabinol and cannabidiol. Medical hypotheses, 66(2), 234-246

 

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